13. Tag: Allrad? Wozu?

13. Tag: Allrad? Wozu?

Wir haben gut geschlafen (aber es war kalt). Wachhund Isimir hat gut auf uns aufgepasst, deshalb gab es ein Paar Landjäger als Belohnung – es ist wirklich traurig zu sehen, wie viele Hunde und Katzen hier auf der Straße leben. Unser Frühstück haben wir auf einen weniger windigen und nach Möglichkeit wärmeren Platz verschoben. Gesucht, gefunden, an einer Baustelle, in einer Straßenmulde wehte kein Wind und das Thermometer zeigte immerhin 12 Grad an – wir waren uns einig: Zeit für ein Frühstück!

Unser nächstes Ziel war eine Schule in Karahan. Wir haben dort Schultaschen, gefüllt mit Schulsachen und ein paar Süßigkeiten den Kindern übergeben. Man könnte hier noch soviel Gutes tun. Unsere Autos sind zu klein für das, was hier und in den umliegenden Dörfern gebraucht wird.

Nächste Station: Kars. Diese Stadt ist bekannt für sehr guten Käse. In der ersten Sennerei haben wir uns gleich damit eingedeckt.

Auf dem Weg zu unserem Etappenziel haben wir eine wüstenartige hügelige Landschaft passiert. Unsere Höffn Foan-Freunde standen mit ihren Jeeps schon auf einem Aussichtspunkt, an dem vermutlich noch nie ein Auto war. Sofort legten wir eine Vollbremsung ein, Manuel war überzeugt: Was die Jeeps können, kann unser tiefergelegte Hecktriebler Benz auch! Triumphierende Posen ein paar Minuten später haben gezeigt, dass er Recht hatte. Gogo und Klaus haben sich noch für eine Rundfahrt mit den Jeeps erbarmt. „Jetzt oder nie! Ich liebe mein Leben!“ hat der völlig verrückte Klaus aus seinem Jeep geschreit. Augenblicke, die wir vermutlich nie vergessen.

Wir sind uns nun nicht ganz sicher, ob das Bergklettern unserem Auto so gut gefallen hat wie uns. Seither kämpfen wir mit Temperaturproblemen und (leichtem) Kühlwasserverlust. Nach 100 km haben wir ca. 7 Liter Wasser nachgefüllt.

Kurz vor Dämmerungseinbruch sind wir beim Harems Palast angekommen. Traumhafter Ausblick!

 

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